Tischtennis: Erfolgreiche Saison 2017/2018 geht zu Ende

Sportliches Aushängeschild der Tischtennisabteilung, Martin Frey, schaffte es dreimal aufs Treppchen

Erste und Zweite schaffen den Klassenerhalt, Dritte und Vierte Meister der Kreisklassen

Gleich dreimal aufs Treppchen schaffte es Martin Frey, sportliches Aushängeschild der Tischtennisabteilung, bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften, die im März in Viernheim ausgetragen wurden. Bronze im Einzel und Doppel sowie Silber im Mixed lauteten am Ende die Resultate, im Gepäck brachte Frey auch die erfolgreiche Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften im Mai in Dillingen mit nach Hause.

Eine hohe Aufmerksamkeit und große Beliebtheit im Denzlinger Tischtennis genießt auch der ehemalige Denzlinger Jugendspieler Sven Hennig, der nach seinem Wechsel ins Düsseldorfer Bundesleistungszentrum regelmäßig auf nationaler sowie internationaler Ebene tolle Ergebnisse einspielt und mit seinen 17 Jahren noch weitere Karriereschritte vor sich hat. Sven führte seine Mannschaft vom FT 1844 Freiburg als Spitzenspieler auf den Relegationsplatz der stark besetzten Regionalliga Südwest. Hier drückt der TV Denzlingen beim Relegationsspiel am 5. Mai ganz besonders die Daumen zum Klassenverbleib. Seine hervorragenden technischen Grundlagen wurden immerhin bei Jugendtrainer Michael Schillinger gelegt, der auf diese erfolgreiche Arbeit stolz sein kann.

Auch im Mannschaftssportbetrieb konnte Abteilungsleiter Gunnar Weidner mit dem Verlauf und den Ergebnissen der Saison zufrieden sein: Die Dritte und die Vierte Herrenmannschaft wurden souverän Meister der Kreisklasse B bzw. C und dürfen in der kommenden Spielzeit eine Liga höher aufschlagen. Nach der Enttäuschung der „Dritten“ über die knapp verpasste Meisterschaft im letzten Jahr ging das Team um Mannschaftsführer Steffen Marstaller in neuer Besetzung mit zwei Neuzugängen in die Spielzeit 2017/2018. Neue Spieler und Routiniers fanden sich schnell harmonisch zusammen und überzeugten sportlich durch gute Leistungen. Dadurch rutschten einige Spieler von der Dritten in die Vierte und verstärkten diese dann bei der gemeinsamen Mission „Meisterschaft“ nach umkämpfter Hinrunde letztlich dann souverän mit einer verlustpunktfreien Rückrunde.

Die Damenmannschaft konnte sich zwar über einen zweiten Platz der Bezirksliga freuen, aber die Zukunft des regionalen Damentischtennis ist ungewiss: Während die vier Denzlinger Damen sich zur nächsten Runde über einen weiteren Neuzugang freuen und zuversichtlich der nächsten Spielzeit entgegenblicken können, bricht im Bezirk Breisgau der Mannschaftsspielbetrieb regelrecht zusammen: Wurde vor einigen Jahren die letzte verbliebene Kreisklasse mangels Meldungen aufgelöst, so waren heuer nur noch vier Teams in der Bezirksliga am Start, so dass in einer Doppelrunde jeweils vier Mal pro Saison gegeneinander gespielt wurde anstatt der üblichen Hin- und Rückrunde. Hier erwartet man gespannt die Ergebnisse der Mannschaftsmeldungen für 2018/2019.

Ebenfalls sehr erfreulich und nicht unbedingt zu erwarten war das frühzeitige Erreichen des Klassenerhalts der Ersten Mannschaft in der Landesliga Süd, der eine vierte Saison in dieser doch relativ hohen Spielklasse garantiert. War doch die Liga zumindest in der unteren Tabellenhälfte recht stark besetzt, und auch die Aufsteiger hatten sich noch einmal verstärkt. Nach durchwachsenem Saisonstart mit 2:8 Punkten steigerte sich die Mannschaft und stellte das Punktekonto nach einem echten „Lauf“ zwischenzeitlich sogar auf 13:11 Punkte, so dass in den letzten drei Spielen dann nichts mehr anbrennen konnte. Nach zwei Niederlagen konnte das abschließende Spiel beim Absteiger Teningen gewonnen werden und die Runde fand einen erfolgreichen Abschluss . Bei diesem Erfolg half es ungemein, mit Martin Frey den besten Spieler der Rückrunde (Einzelbilanz sagenhafte 15:1) in den eigenen Reihen zu haben. Aber auch alle anderen Akteure schlugen sich mit ausgeglichenen bzw. leicht negativen Bilanzen wacker.

Quasi im letzten Moment gelang der zweiten Mannschaft der Klassenerhalt in der Bezirksklasse. Vergangenen Samstag musste man am Relegationsspieltag „nachsitzen“ und gegen das junge und hochmotivierte Team aus Forchheim antreten. Dabei entwickelte sich ein hochdramatisches und spannendes Spiel mit wechselnden Führungen, das am Ende hauchdünn mit 9:7 im Schlussdoppel gewonnen werden konnte. Besonders erfolgreich zeigten sich Georg Sammel und Andreas Haag, die an diesem Tag im Einzel und im Doppel ungeschlagen blieben und ihrer Mannschaft somit 5,5 zu 0 Punkte beisteuerten.

Im September startet dann die Spielzeit 2018 / 2019, die einige Herausforderungen mit sich bringen wird. In neuen Trikots werden die Mannschaften 1 und 2 sicherlich wieder den Klassenerhalt als Ziel ausgeben müssen. Auch die 3. Und 4. Mannschaft werden alles geben müssen, um sich in den jeweils höheren Spielklassen durchzusetzen. Dies wird voraussichtlich mit den neuen Plastikbällen geschehen, die ein Jahr später dann verpflichtend eingesetzt werden müssen. Der Zelluloidball hat dann aufgrund der hohen Risiken beim Herstellungsprozess keine Zulassung mehr. Noch kämpft die Industrie aber mit dem deutlich veränderten Absprungverhalten des Plastikballes, der für alle Spieler sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Die Jugendlichen dürfen sich auf ein intensiviertes Training freuen: Immerhin haben vier Denzlinger Akteure die D-Lizenz erfolgreich erworben und werden dem Training neue Impulse geben.