Herren 1 verlieren Duell in Endingen mit 6:9

Nach dem Erfolg in Suggental musste die erste Garde der Denzlinger Tischtennisherren eine bittere Niderlage in Endingen einstecken. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an, wobei die Endinger ohne ihr mittleres Paarkreuz auf dem Papier stärker geschwächt waren als die fast kompletten Denzlinger, die den durch eine Langzeitverletzung verhinderten Ansgar Fischer ersetzen mussten. Auch der formstarke „Edel-Reservist“ Holger Weiß stand an diesem Wochenende nicht zur Verfügung.

Die Doppel begannen zunächst für die Denzlinger: Während Frey/Weitkamp sicher gewannen, konnten Weidner/Müller ein Ausrufezeichen setzen und das neu formierte Endinger Spitzendoppel in vier Sätzen besiegen. Eine halbe Stunde später stand es allerdings 2:2, weil sowohl das Doppel 3, als auch Weidner in einer umkämpften und sehenswerten Partie am Ende in fünf Sätzen dem Endinger Spitzenspieler Fischer knapp unterlag.

Frey stellte mit einem klaren Sieg gegen Zahn die Führung wieder her, bevor es dann im mittleren Paarkreuz zu zwei knappen, schmerzlichen und vermeidbaren Niederlagen kam, was die Endinger erstmals mit 4:3 in Führung brachten. Jochen Müller wehrte im hinteren Paarkreuz gegen Stertz bei Stand von 1:2 Sätzen im vierten Satz 4 Matchbälle ab und gewann das Spiel sensationell noch. Am Nebentisch fand allerdings Vereinsmeister Oliver Stahl nach 2:0 – Satzführung gegen Marina Zimmermann kein Rezept mehr und musste sich am Ende mit 2:3 geschlagen geben, so dass der erste Einzeldurchgang mit 5:6 Rückstand endete.

Vorne wieder Punkteteilung: Martin Frey fand gegen den stark aufspielenden Fischer nicht zu seinem Spiel und musste gratulieren. Nebenan machte Weidner mit seinem Gegner regelrecht kurzen Prozess, den Zahn fand gegen Weidners modernes Abwehrspielsystem zu keinem Zeitpunkt in die Partie.

Nun war Gelegenheit für das mittlere Paarkreuz zur Revanche. Leider verlor Schillinger recht deutlich gegen Rentmeister und Weitkamp, der an diesem Abend nicht zu seiner Form fand, gab auch sein zweites Einzel trotz furioser Aufholjagd am Ende in 5 Sätzen ab. Damit hatte Endingen beim Stand von 5:8 den ersten Tabellenpunkt sicher.

Stahl hatte seinen Gegner sicher im Griff, konnte aber nur zum zwischenzeitlichen 6:8 verkürzen, da auch Müller gegen Zimmermann auf verlorenem Posten stand und zum 6:9 Endstand seine Partie abgeben musste.

Nächstes Wochenende wird das Team bei der Auswärtspartie in Grißheim alles geben, um die Niederlage in der Hinrunde wieder gut zu machen und die Konkurrenz im Mittelfeld der Tabelle weiter unter Druck zu setzen.

 

Bezirksklasse: Zweite hält auch ersatzgeschwächt mit!

Leider nur zur fünft angetreten wollten wir uns zumindest gut verkaufen. In den Doppeln ohne Siegchance gelang es Georg im vorderen Paarkreuz den ersten Punkt zu holen, nachdem Preston seine Chancen bei klarer Führung im fünften Satz einfach nicht nutzen wollte und Georg das Angebot dankend annahm. Müller und Höfert lieferten sich im Folgenden ein starkes Duell, Müller aber letztendlich im fünften Satz mit fehlerfreier Leistung. Auch Jürgen begann stark, aber Köppen kam immer besser ins Spiel, sodass auch hier der Punkt an Reute ging. Anschließend zitterte sich Dirk zu seinem Pflichtsieg über Apostel, der leistungsmäßig noch nicht an frühere Zeiten anknüpfen konnte.

Vorne machte dann Georg, so wie man ihn aus besten Zeiten kennt, relativ kurz und emotionslos „Batsch-Bumm“ mit Ullrich, der bekanntermaßen nicht der Schlechteste der Liga ist. Andi versuchte anschließend gegen Preston alles um uns weiter dranzubringen, spielte auch gut und konnte diesen das eine oder andere Mal in Verlegenheit bringen, am Ende konnte sich Preston dann aber doch dank seiner druckvolleren Topspins relativ klar durchsetzen. In der Mitte dann wieder Jürgen, jetzt jedoch hochkonzentriert gegen den starken Müller und mit der Überraschung, ihn tatsächlich in vier Sätzen besiegen zu können. Am Nebentisch sah Andie und damit wir alle bereits wie die sicheren Verlierer aus. Wohl aus diesem Grund begann Dirk sein Spiel gegen Mörder fahrlässigerweise etwas zu unkonzentriert. Denn Andie gelang das Kunststück, das Spiel noch zu drehen, weil Köppen zunehmend die Nerven zu flattern schienen, er stetig an Sicherheit verlor und Andie am Ende seine Chance zum 3:2 Satzerfolg nutzte. Leider gelang es Dirk trotz Leistungssteigerung nicht mehr, das Spiel gegen den unbequemen Mörder zu drehen, sodass Reute am Ende froh war mit einem kleineren blauen Auge davongekommen zu sein und sich somit weiterhin, wie uns anschließend im Filou versichert wurde, intensiv dem Kampf um die Meisterschaft widmen wird.

KKA2 Nimburg 2 – TVD 3 9:0 (a. = angetreten)

„An Tagen wie diese“ könnte man wohl noch stundenlang weiterspielen und gewinnt doch keinen Punkt. Angetreten ohne Thomas und den erkrankten Sütty, verstärkt mit Gernot und Steffen wollten wir angesichts einer knappen 7:9 Niederlage in der Vorrunde was zählbares aus Nimburg mitnehmen. Das ging gründlich in die Hose.

Alle 3 Doppel waren hart umkämpft, gingen aber schlußendlich an Nimburg. Die Einzel will ich nicht einzeln kommentieren, die jeweiligen Gegner waren einfach entweder einen Tick besser, oder glücklicher. Gespielt wurde mit Stiga Plastikball, welcher nach Aussage Nimburg recht haltbar ist im Gegensatz zu unseren Nittaku Bällen. Die Oberfläche ist m.E. etwas zu rauh, im Zusammenspiel mit der sehr glatten Tischoberfläche sprangen die Bälle etwas anders ab, aber das sind wir ja schon gewohnt in der bisherigen Runde, daß die Unterschiede der Plastikbälle im Vergleich zu den Zelluoid Bällen einfach zu groß ist. ist. Fast jede Mannschaft hat andere Bälle, die sich anders verhalten. Die Materialkommission des ITTF hat wohl fast alles durchgewunken, um überhaupt genug Bälle auf den Markt zu kriegen. Das alles war sicher nicht der Grund daß wir so eingefahren sind, hat aber u.U. mitgeholfen.

KK BIV, Reute II – Denzlingen IV 7:9

Denzlingen musste auf den verletzten Marco verzichten und auf Andi und Chris, wofür dann Tobi zu seinem Debüt in der B-Klasse kam. Reute trat ebenfalls nicht in Bestbesetzung an, aber jedenfalls mit dem festen Vorsatz, wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg einsammeln zu wollen. Es sollte sich eine spannende, hochklassige und am Ende auch dramatische Partie entwickeln, in der wir mit etwas Glück aber keinesfalls unverdient beide Punkte mit nach Hause nehmen konnten.
Dabei sah es zunächst gar nicht gut für uns aus, denn beide Auftaktdoppel gingen verloren. Dass Steffen und Tobi gegen Apostel und Holzer wohl kaum eine Chance haben würden, das traf dann im zweiten und dritten Satz auch zu. Aber die Niederlage von Gernot und Lennox mit drei deutlich verlorenen Sätzen gegen Winterhalter und Siegel war dann doch schon ein kleiner Nackenschlag. Immerhin konnten Tim und ich ein relativ ungefährdetes 3:1 eintüten und damit einen Fehlstart nach den Doppeln vermeiden.

Leider ging es zunächst mal mit einer Niederlage weiter, denn der momentan etwas indisponierte Lennox verlor glatt in drei Sätzen gegen Winterhalder. Immerhin konnte sich Gernot jetzt nach der mäßigen Vorstellung im Doppel berappeln und verkürzte mit seinem 3:1 gegen Apostel auf 2:3. Mein Spiel gegen Kevin Holzer ähnelte einer Achterbahnfahrt mit Fotofinish. Der erste und dritte Satz gingen klar an ihn, der zweite und vierte klar an mich, so dass es zum ersten Mal an diesem Abend zu einem Fünfsatzspiel kommen sollte. Mit einer unangenehmen Rückhand-Rückhand-Kombination konnte ich das Spiel dann für mich entscheiden. Da Steffen gegen Schneider ohne Satzgewinn verloren hatte, liefen wir weiterhin einem Rückstand hinterher. Tobi konnte gegen Larissa Wolfsperger zwar jeden Satz recht ausgeglichen gestalten, hatte am Ende gegen ihr offensiv geprägtes Spiel dann aber keine Chance. Besser lief es da wie erhofft bei Tim, der in bewährter Manier Ulrich Siegel förmlich niederkämpfte und verdient mit 3:1 gewinnen konnte.

Mit einem Rückstand von 4:5 ging es jetzt in die zweite Runde, die Gernot mit einem makellosen und ungefährdeten 3:0 gegen Winterhalter eröffnete. Nachdem Lennox den ersten Satz gewonnen hatte, keimte kurz die Hoffnung auf, dass wir zum ersten Mal an diesem Abend in Führung gehen könnten. Leider spielte sein Gegner Apostel nicht mit und er musste in Reute zum dritten Mal nach einer Niederlage den Tisch verlassen. Gegen 22Uhr schlug das Pendel jetzt allerdings unaufhaltsam in unsere Richtung um. Steffen spielte goldrichtig gegen Kevin, gegen den man auf keinen Fall ein offensives Spiel führen sollte. Mit knapp gewonnen Sätzen rettete Steffen dann ein 3:1 über die Ziellinie zum Gesamtstand von 6:6. Ich betrat jetzt zum zweiten Mal an diesem Abend die Achterbahn. Nach einem lockeren 11:4 gegen Schneider, mit dessen Aufschlägen ich kaum Probleme hatte, führte ich auch im zweiten Satz sehr deutlich. Mein Gegner gab nicht auf, ich wurde nachlässig, und prompt ging nach dem zweiten auch der dritte Satz verloren. Immerhin konnte ich mich wieder fangen und den Schlusssatz erzwingen. Die Achterbahn bog jetzt auf ihre heftigste Passage ein. Auszeit nach 2:5, wonach es schnell 2:7 stand. Aufgeben war nicht meine Sache, doch bei 6:10 schien das Spiel endgültig verloren. Warum es am Ende dann 13:11 Stand, daran kann ich mich heute nicht mehr erinnern, nur noch an meinen Urschrei nach vollzogener Tat 🙂 . Am Nachbartisch machte Tim völlig humorlos kurzen Prozess mit einer Gegnerin, die mit seiner Spielweise hoffnungslos überfordert war. Auf einmal führten wir 8:6 und das Spiel bog auf die Zielgerade ein.

Schnell gingen Gernot und Lennox gegen Apostel und Holzer mit 2:0 in Führung und alles sah nach einem 9:7 aus, wobei am Nebentisch Tobi zwar hervorragend gegen Siegel spielte, dabei leider 0:2 zurücklag. Aber die Spannung war noch lange ich raus aus der Partie. Jetzt bekamen auf einmal Apostel/Holzer Überwasser und erzwangen mit erschreckend deutlichen Satzgewinnen den fünften Satz. Da Tobi am Nachbartisch mittlerweile mit 1:3 verloren hatte, wobei er wiederum sehr gut gespielt hatte, musste jetzt der letzte Satz des Abends über das Gesamtergebnis entscheiden. Zum Glück für uns und zum Entsetzen der Gastgeber wurde die Dominanz der Reutener aus den letzten beiden Sätzen zu unseren Gunsten umgekehrt. Von Beginn an dominierten Lennox und vor allem der hochmotivierte Gernot und bauten die Führung Punkt für Punkt aus. Mit 11:4 gewannen sie schließlich den Satz, das Spiel und Denzlingen IV die ganze Begegnung.

Fazit: Klasse – Das war Tischtennis pur!!!

Nächten Freitag in Vörstetten besteht dann die Möglichkeit, den mittlerweile zehn Punkte betragenden Abstand auf die Abstiegsplätze weiter auszubauen. Mit einer guten Aufstellung, wenn sie denn tatsächlich zustande kommt, gehen wir jedenfalls als Favorit in das Duell mit den höchst abstiegsgefährdeten Gastgebern.

 

Bericht: Freddy